21.10.2008

Was passiert mit dem Dorfgemeinschaftshaus?
Aus alle Nähten platzte am Mittwoch, dem 15.10.2008, das Dorfgemeinschaftshaus in Oberholzklau. Der MGV hatte alle Bewohner des Ortes sowie den Bürgermeister der Stadt Freudenberg und die Vorsitzenden der Fraktion zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Der Grund war allen bekannt, es ging um den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses!
Wie in letzter Zeit aus der Presse zu entnehmen war, wurde dem MGV der Pachtvertrag zum 31.12.2008 gekündigt und dafür ein sogenannter Erbbaurechtvertrag mit einer Zuwendung von 1500€ angeboten. Doch der MGV kann diesen Vertrag so nicht annehmen, so Dietmar Novak (1. Vorsitzender), die Vertragsbedingungen sind für den Verein so nicht machbar. Die Laufzeit von 50 oder 99 Jahren kann der Verein so nicht aufnehmen, die Möglichkeit bei einer Krise aus dem Vertrag zu kommen sind nicht gegeben. Aber dies ist nur einer von vielen Gründen die gegen den Erbbaurechtsvertrag sprechen.
 
Ortsvorsteher Hans-Jürgen Helmes sprach in seiner Begrüßung, dass 1993 die Stadt Freudenberg froh war, einen Pächter für die „Alte Schule“ gefunden hat. Von 1993 bis zum heutigen Tag hat der MGV, aber auch die Stadt viel Geld in das Gebäude investiert  für Renovierungen und Erneuerungen. Aber die Arbeiten sind alle durch den MGV verrichtet worden. So dass aus einer „Alten Schule“ ein „Dorfgemeinschaftshaus“ geworden ist. Das spricht eigentlich dafür das alles mit freute getan worden ist, für die Stadt und für die Bürger Oberholzklau. Man hat das Beste daraus gemacht, man pflegt das Gebäude.
Ich sehe das Gebäude als Bürgerhaus für die gesamte Dorfgemeinschaft, so soll es auch weiterhin bleiben.
Ich komme einmal auf das Jahr 2004 zurück wo wir als eine Arbeitsgemeinschaft aller Vereine und der Kirchengemeinde gut zusammen Harmoniert haben bezogen auf das Jubiläumsjahr 925- Jahre Oberholzklau, wir waren eine Einheit, gemeinsam waren wir stark.
Diesbezüglich würde ich mich als Ortsvorsteher freuen, wenn eine gute Lösung für den Erhalt des DGH gefunden würde wo wir alle mit Leben können. Das weiterhin das „Dorfgemeinschaftshaus“ in der Regier Oberholzklau bleibt. Man sollte miteinander eine Lösung finden. Wir wollen das Gebäude nicht in die Hand der Verwaltung der Stadt geben, wir wollen es wenn es geht für uns behalten.
Oberholzklau ist ein Ort der Geschichte schreibt, er ist nicht nur im Siegerland auch weit über die Grenzen hinaus bekannt. Das Dorfgemeinschaftshaus und die kirchlichen Bereiche mit Pfarrhaus. Kirche, Pfarrweiher ist etwas was den Ort so hervorhebt, wo wir Oberholzklauer und die Stadt stolz drauf sein können.
Mir liegt vieles auf dem Herzen, das man fair und sachlich miteinander umgeht, so Helmes weiter.
Bürgermeister Eckhard Günther verteidigte die Entscheidung der Ratsmehrheit. Die Ziele der Stadt Freudenberg seien die Gleichbehandlung aller Stadtteile und ihrer Dorfgemeinschaftshäuser. CDU-Vorsitzender Peter Kulik „Die Stadt werde sich beim Dorfgemeinschaftshaus von Oberholzklau nicht anders verhalten, wie auch bei den anderen Gemeinschaftshäusern – es wird keine Investitionen geben“. Bei anderen Vereinen in den Ortsteilen wie zum Beispiel Büschergrund, klappt es doch auch, so Kulik. SPD-Vorsitzender Horst Fischer hofft noch auf eine neuen oder anderen Ratsbeschluss. „Eine konstruktive Lösung müsse auch in Oberholzklau zu finden sein“. Doch sollte sich auch dann von Seiten der Stadt Freudenberg nichts neues zugunsten des MGV ergeben, heißt es wohl dass ab dem 01.01 2009  die „Alte Schule“ das „ Dorfgemeinschaftshaus“ Verwaltungsmäßig  die Stadt Freudenberg übernimmt. Weiterhin sind aber noch die Proben des MGV dort möglich. Das Dorfgemeinschaftshaus kann auch weiterhin für Veranstaltungen angemietet werden. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann auch die Stadt Freudenberg über eine neuen Verwendung des Dorfgemeinschaftshause nachdenkt. Sei es ein Verkauf des Gebäudes oder ein Umbau für andere Zwecke, man weiß es nicht!
Aber noch geben die Oberholzklauer nicht auf, die Rede von einem möglichen Trägerverein wurde des Öfteren in der Runde am Mittwoch erwähnt. Doch fehlte es an Zeit innerhalb von wenigen Wochen einen solchen Verein aus dem Boden zu stampfen.
Aus diesem Grund wurde die Frage laut, ob denn die Stadt eine Möglichkeit sieht den Kündigungstermin zum 31.12.1008 nicht auf Ende Januar oder Februar zu verschieben.
Sollte sich etwas abzeichnen, bestehen wir seitens der Stadtverwaltung, nicht auf die pünktliche Schlüsselübergabe am 01. 01. 2009 signalisierte Bürgermeister Günther dem Gesangverein und den Bürger Oberholzklau.